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Fachinformation zu Redimune®:CSL Behring AG
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Zusammensetzung

Redimune 6 g enthält 6.1 g humanes Plasmaproteins pro Infusionsflasche, wovon mindestens 96% IgG sind und welche zu mindestens 90% in monomerer und dimerer Form vorliegen. Das restliche Protein besteht aus IgG-Fragmenten, Albumin, kleinen Mengen polymerem IgG und Spuren von IgA (max. 40 mg pro g Protein) und IgM. Der Isoagglutinin Titer für anti-A Antikörper liegt bei 1:8 und für anti-B Antikörper bei 1:4 (Median gemessen mit dem Direkten Agglutinations-Test gemäss Europäischer Pharmakopöe (Ph. Eur.))
Die Verteilung der IgG-Subklassen entspricht annähernd derjenigen im normalen menschlichen Plasma.
Wirkstoff:
Normales Immunglobulin vom Menschen zur intravenösen Anwendung (IVIg).
Hilfsstoffe:
Das Präparat enthält pro g Protein 1.67 g Saccharose als Stabilisator und weniger als 0.02 g Natriumchlorid.

Galenische Form und Wirkstoffmenge pro Einheit

Lyophilisat zur Herstellung einer Infusionslösung zur intravenösen Anwendung.
Redimune enthält unveränderte, gefriergetrocknete Immunglobuline G (IgG) vom Menschen und ist erhältlich in einer Infusionsflasche zu 6 g. Die Redimune-Infusionslösung kann unter Verwendung verschiedener Lösungsmittel (0.9% NaCl, Wasser für Injektionszwecke, 5% Glukose) und in verschiedenen Konzentrationen (zwischen 3% und 12% IgG) hergestellt werden.

Indikationen/Anwendungsmöglichkeiten

Substitutionstherapie bei:
·Primären Immunmangelkrankheiten wie:
·kongenitale Agammaglobulinämie und Hypogammaglobulinämie
·allgemeine variable Immunmangelkrankheiten
·schwere kombinierte Immunmangelkrankheiten
·Wiskott-Aldrich-Syndrom
·Myelom oder chronisch-lymphatischer Leukämie mit schwerer sekundärer Hypogammaglobulinämie und rezidivierenden Infektionen
·Kindern mit kongenitaler HIV-Infektion und rezidivierenden Infektionen
Immunmodulation
·Primäre Immunthrombozytopenie (ITP) bei Kindern oder Erwachsenen mit einem hohen Blutungsrisiko oder vor chirurgischen Eingriffen zur Korrektur der Thrombozytenzahl
·Guillain-Barré-Syndrom
·Kawasaki-Syndrom
Allogene Knochenmarktransplantation

Dosierung/Anwendung

Dosierung
Die Dosierung und Intervalle der Infusionen richten sich nach der Indikation. In der Substitutionstherapie sollte die Dosierung in Abhängigkeit von vorliegenden pharmakokinetischen Parametern und der klinischen Reaktion individuell angepasst werden. Die folgenden Dosierungen gelten als Empfehlung:
Substitutionstherapie bei primären Immunmangelsyndromen
Mit Hilfe des Dosierungsschemas sollte ein IgG-Plasmaspiegel von mindestens 5-6 g/l erreicht werden (IgG-Bestimmung vor der nächsten Infusion). Nach Beginn der Behandlung werden 3-6 Monate benötigt, bis eine Gleichgewichtskonzentration erreicht ist. Die empfohlene Initialdosis liegt bei 0.4-0.8 g/kg Körpergewicht (KG), gefolgt von mindestens 0.2 g/kg KG alle 3 bis 4 Wochen.
Die benötigte Dosis zur Aufrechterhaltung eines IgG-Plasmaspiegels von 5-6 g/l beträgt 0.2-0.8 g/kg KG pro Monat. Nach Erreichen der Gleichgewichtskonzentration variiert das Dosierungsintervall von 3 bis 4 Wochen. Zur Ermittlung der erforderlichen Dosis sowie des Dosierungsintervalls sollte der IgG-Plasmaspiegel kontrolliert werden.
Substitutionstherapie bei Myelomen oder chronisch-lymphatischer Leukämie mit schwerer sekundärer Hypogammaglobulinämie und rezidivierenden Infektionen; Substitutionstherapie bei Kindern mit kongenitaler HIV-Infektion und rezidivierenden Infektionen
Die empfohlene Dosis beträgt 0.2-0.4 g/kg KG alle 3 bis 4 Wochen.
Primäre Immunthrombozytopenie
Zur Behandlung einer akuten Episode können anfangs 0.8-1 g/kg KG als Tagesdosis verabreicht und, falls erforderlich, innert 3 Tagen einmalig wiederholt werden, oder es werden 0.4 g/kg KG pro Tag an 2-5 aufeinanderfolgenden Tagen verabreicht. Falls klinisch angezeigt, kann die Therapie wiederholt werden (siehe auch Kapitel «Eigenschaften/Wirkungen»).
Guillain-Barré-Syndrom
0.4 g/kg KG/Tag über 5 Tage. Die Erfahrung bei Kindern ist begrenzt.
Kawasaki-Syndrom
1.6-2 g/kg KG aufgeteilt in mehrere Dosen an 2-5 Tagen oder 2 g/kg KG in einer Dosis. In beiden Fällen erfolgt die Dosierung zusätzlich zur Therapie mit Acetylsalicylsäure.
Allogene Knochenmarktransplantation
Die Behandlung mit humanem normalem Immunglobulin kann als Teil des Konditionierungsschemas und nach der Transplantation angewendet werden.
Zur Behandlung von Infektionen und zur Prophylaxe gegen die «Graft-versus-host-disease» (Transplantat-Abstossung) ist die Dosierung individuell anzupassen. Die Anfangsdosis beträgt 0.5 g/kg KG/Woche sieben Tage vor der Transplantation. Die Gabe wird bis zu 3 Monate nach der Transplantation weitergeführt.
Bei fortbestehendem Antikörpermangel wird, bis zur Normalisierung des Antikörperspiegels, eine Dosis von 0.5 g/kg KG/Monat empfohlen.
Die Dosierungsempfehlungen sind in der folgenden Tabelle zusammengefasst:
Tabelle 1:

Anwendungsgebiet

Dosis

Injektionsintervalle

Substitutionstherapie bei

primärem Immunmangelsyndrom

Anfangsdosis:
0.4-0.8 g/kg KG
danach:
0.2-0.8 g/kg KG

alle 3-4 Wochen zur Erreichung des IgG Plasmaspiegels von mindestens 5-6 g/l.

sekundärem Immunmangelsyndrom

0.2-0.4 g/kg KG

alle 3-4 Wochen zur Erreichung des IgG Plasmaspiegels von mindestens 5-6 g/l.

Kindern mit kongenitaler HIV-Infektion und rezidivierenden Infekten

0.2-0.4 g/kg KG

alle 3-4 Wochen.

Immunmodulation

Primäre Immunthrombozytopenie

0.8-1 g/kg KG

am ersten Tag; falls erforderlich, einmalige Wiederholungsgabe innerhalb von 3 Tagen.

oder
0.4 g/kg KG/Tag

während 2-5 Tagen.

Guillain-Barré-Syndrom

0.4 g/kg KG/Tag

über 5 Tage.

Kawasaki-Syndrom

1.6-2 g/kg KG

in fraktionierten Dosen für 2-5 Tage zusätzlich zur Therapie mit Acetylsalicylsäure.

oder
2 g/kg KG

in einer Einzeldosis zusätzlich zur Therapie mit Acetylsalicylsäure.

Allogene Knochenmarktransplantation

·Behandlung der Infektion und Prophylaxe der «Graft-versus-host-disease»

0.5 g/kg KG

wöchentlich, von Tag 7 vor bis zu 3 Monate nach der Transplantation.

·Fortbestehendes Antikörpermangelsyndrom

0.5 g/kg KG

monatlich bis zur Normalisierung des Antikörperspiegels.

KG = Körpergewicht
Dosierung bei Kindern
Untersuchungen bei Kindern sind limitiert. Redimune soll ebenso wie bei Erwachsenen gemäss klinischem Verlauf der Erkrankung und unter Bestimmung der Serum-Ig Werte verabreicht werden.
Art der Anwendung
Redimune ist intravenös zu verabreichen.
Redimune wird in lyophilisierter Form aufbewahrt und vor der Anwendung aufgelöst. Die Konzentration und damit das Volumen der zu verabreichenden Redimune-Lösung und die Art des Lösungsmittels werden unter Berücksichtigung der Flüssigkeits-, Elektrolyt- und Kalorienbedürfnisse der individuellen Situation des Patienten angepasst. Patienten, welche Redimune erhalten, sollten einen normalen Hydrierungszustand aufweisen. Als Lösungsmittel können 0.9% NaCl (beigepackt), Wasser für Injektionszwecke oder 5% Glukose verwendet werden. Der Konzentrationsbereich für die gebrauchsfertige Lösung liegt zwischen 3% und 12%. Man beachte, dass eine 3%-ige Lösung in Wasser hypoton ist (192 mOsm/kg).
Tabelle 2: Osmolalitäten [mOsm/kg] in Abhängigkeit des Lösungsmittels und der Konzentration:

Lösungsmittel

Konzentration

3%

6%

9%

12%

0.9% NaCl

498

690

882

1074

5% Glukose

444

636

828

1020

Wasser für Injektionszwecke

192

384

576

768

Redimune 6 g ergibt nach Auflösen des Lyophilisats im gesamten beigepackten Lösungsmittel (0.9% NaCl) eine 3%ige Lösung. Zur Herstellung von höheren Konzentrationen wird das Volumen des Lösungsmittels entsprechend der gewünschten Konzentration gemäss nachfolgender Tabelle reduziert.
Tabelle 3: Benötigte Lösungsmittelvolumina:

Konzentration

Dosierung 6 g in Lösungsmittelvolumen
[ml]

3%

200

6%

100

9%

66

12%

50

Für die Auflösung und Applikation soll das in der Originalpackung vorhandene Zubehör verwendet werden, die für den einmaligen Gebrauch bestimmt sind. Liegt das benötigte Lösungsmittel nicht in der gewünschten Menge konfektioniert vor, so muss das gewünschte Lösungsmittelvolumen mit einer Spritze (nicht beigepackt) abgemessen und ohne Schaumbildung in die Lyophilisatflasche injiziert werden. Die gebrauchsfertige Lösung soll nicht eingefroren und wieder aufgetaut, sondern nach der Herstellung ohne Verzug verabreicht werden. Es sollte darauf geachtet werden, dass das Infusionsset einen integrierten Filter enthält. Angebrochene Produktflaschen dürfen nicht wieder verwendet werden.
Für Patienten, die zum ersten Mal mit Redimune behandelt werden, wird eine Infusionsgeschwindigkeit von 30 mg/kg KG/Stunde während der ersten 30 Minuten empfohlen. Bei guter Verträglichkeit (siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen») kann die Infusionsgeschwindigkeit schrittweise auf maximal 180 mg/kg KG/Stunde erhöht werden.
Tabelle 4: Infusionsgeschwindigkeit in Abhängigkeit der Konzentration der Redimune Lösung

Konzentration

Initiale Infusionsgeschwindigkeit:
30 mg/kg/Stunde

60 mg/kg/Stunde

120 mg/kg/Stunde

Maximale Infusionsgeschwindigkeit:
180 mg/kg/Stunde

(%)

(mg/ml)

1%

10 ​mg/ml

3 ​ml/kg/Stunde

6 ​ml/kg/Stunde

12 ml/kg/Stunde

18 ​ml/kg/Stunde

3%

30 mg/ml

1 ml/kg/Stunde

2​ ml/kg/Stunde

4 ml/kg/Stunde

6 ml/kg/Stunde

6%

60 mg/ml

0.5 ml/kg/Stunde

1 ​​ml/kg/Stunde

2 ml/kg/Stunde

3 ml/kg/Stunde

12%

120 mg/ml

0.25 ml/kg/Stunde

0.5 ml/kg/Stunde

1 ml/kg/Stunde

1.5 ml/kg/Stunde

Bei allen Patienten, welche regelmässig Redimune erhalten und dieses gut vertragen, kann die Infusion mit 30 mg/kg/Stunde begonnen werden. Wenn am gleichen Tag mehr als eine Flasche verabreicht werden muss, können die zweite und alle weiteren Flaschen in höherer Konzentration (bis 12%) oder schneller infundiert werden (langsame Steigerung, Patienten beobachten).
Herstellung der Infusionslösung (siehe Abbildungen 1-4)
Liegt das Lösungsmittel in der benötigten Menge konfektioniert vor, kann nach der folgenden Anleitung vorgegangen werden:
1. Plastik-Schutzkappe an Lyophilisatflasche («LYO») und Lösungsmittelflasche entfernen und die beiden Gummistopfen mit Alkohol desinfizieren. Eine Schutzhülle des Transfersets entfernen und mit dem freigelegten Dorn die Lösungsmittelflasche anstechen.
2a und b. Die zweite Schutzhülle des Transfersets entfernen. Die beiden Flaschen wie in Bild 2a dargestellt in die Hände nehmen, die Lösungsmittelflasche schnell auf die Lyophilisatflasche aufstecken und das Ganze in vertikale Position bringen (Bild 2b). Nur wenn schnell aufgesteckt und die Flaschen sofort in vertikale Position gebracht werden, kann das Vakuum in der Lyophilisatflasche, welches die Auflösung beschleunigt, erhalten und für den Transfer ausgenützt werden. Das Lösungsmittel in die Lyophilisatflasche fliessen lassen.
3. Die leere Lösungsmittelflasche wird entfernt und dadurch das Vakuum gebrochen. Auf diese Weise wird eine mögliche Schaumbildung reduziert und der Auflösevorgang beschleunigt. Das Transferset entfernen.
4. Die Lyophilisatflasche energisch schwenken, aber nicht schütteln, sonst resultiert ein Schaum, welcher nur sehr langsam wieder verschwindet. Das Lyophilisat löst sich innerhalb von wenigen Minuten.
Falls das dem Produkt beigepackte Lösungsmittel nur teilweise transferiert werden soll, ist das überschüssige Lösungsmittel mittels einer sterilen Spritze und Nadel zuerst aus der Lösungsmittelflasche zu entfernen. Anschliessend kann der Rest des Lösungsmittels wie oben beschrieben unter Ausnutzung des Vakuums in die Produktflasche transferiert werden.
Sollen andere Lösungsmittel oder höhere Konzentrationen an IgG eingesetzt werden, ist in Tabelle 3 das benötigte Volumen an sterilem Lösungsmittel angegeben. Unter Beachtung der Vorschriften für aseptisches Arbeiten, wird die benötigte Menge Lösungsmittel in eine sterile Spritze aufgezogen. Das Lösungsmittel wird anschliessend in die Lyophilisatflasche injiziert.

Kontraindikationen

Überempfindlichkeit gegen den Wirkstoff oder einem der sonstigen Bestandteile des Präparates (siehe Kapitel «Zusammensetzung»).
Überempfindlichkeit gegen homologe Immunglobuline, insbesondere in sehr seltenen Fällen von IgA-Mangel, wenn der Patient Antikörper gegen IgA aufweist.

Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen

Bestimmte schwere unerwünschte Nebenwirkungen können im Zusammenhang mit der Infusionsgeschwindigkeit stehen. Die unter «Art der Anwendung» empfohlene Infusionsgeschwindigkeit muss genau eingehalten werden. Die Patienten müssen während und nach der Infusion überwacht und hinsichtlich des Auftretens von Symptomen sorgfältig beobachtet werden.
Bestimmte unerwünschte Reaktionen können häufiger vorkommen bei:
·einer hohen Infusionsgeschwindigkeit,
·Patienten mit Hypo- oder Agammaglobulinämie mit oder ohne IgA-Mangel,
·Patienten, die erstmals humanes normales Immunglobulin G erhalten, oder, in seltenen Fällen, bei einem Wechsel des Immunglobulin-Präparates, oder nach einer längeren Behandlungspause.
Mögliche Komplikationen können oft vermieden werden, wenn sichergestellt wird, dass
·die Patienten keine Überempfindlichkeit gegenüber humanem normalem Immunglobulin aufweisen, indem ihnen das Präparat langsam infundiert wird (0.5-1 ml/min (ca. 10-20 Tropfen/min) einer 3%igen IgG-Lösung);
·die Patienten während der gesamten Dauer der Infusionszeit sorgfältig auf Symptome hin überwacht werden. Insbesondere solche Patienten, die erstmals humanes normales Immunglobulin erhalten, die von einem anderen IVIg Produkt umgestellt wurden, oder die eine längere Behandlungspause hatten, sollten während der ersten Infusion und eine Stunde danach überwacht werden, um mögliche Nebenwirkungen festzustellen. Alle anderen Patienten sind mindestens 20 Minuten nach der Verabreichung zu beobachten;
·im Falle eines latenten Diabetes mellitus (bei dem eine vorübergehende Glycosurie auftreten kann), eines manifesten Diabetes mellitus oder bei Patienten mit einer zuckerarmen Ernährung der Glukosegehalt berücksichtigt wird (nur relevant, wenn 5% Glukose als Lösungsmittel verwendet wird).
Bei einer Nebenwirkung muss entweder die Infusionsgeschwindigkeit verringert oder die Infusion abgesetzt werden. Die erforderliche Behandlung hängt von der Natur und der Schwere der Nebenwirkung ab.
Überempfindlichkeit
Echte Überempfindlichkeitsreaktionen sind selten. Sie können in den sehr seltenen Fällen eines IgA-Mangels mit anti-IgA-Antikörpern auftreten.
IVIg ist nicht angezeigt bei Patienten mit selektivem IgA-Mangel, wenn dieser die einzige zu berücksichtigende Anomalie ist.
Selten kann Immunglobulin vom Menschen einen Abfall des Blutdrucks mit einer anaphylaktischen Reaktion bewirken, selbst bei Patienten, die eine Behandlung zuvor vertragen hatten. Bei einem Schock sind die aktuellen medizinischen Standardmassnahmen für eine Schockbehandlung anzuwenden.
Thromboembolie
Es liegen klinische Hinweise auf einen Zusammenhang zwischen der Verabreichung von IVIg und thromboembolischen Ereignissen wie Myokardinfarkt, Apoplexie, Lungenembolie und tiefer Venenthrombose vor. Diese sind wahrscheinlich auf einen relativen Anstieg der Blutviskosität bei Anwendung von Immunglobulinen in Risikopatienten zurückzuführen. Bei der Verschreibung und der Infusion von intravenösem Immunglobulin ist daher bei übergewichtigen Patienten und Patienten mit vorbestehenden Risikofaktoren für thromboembolische Ereignisse (wie fortgeschrittenes Alter, Bluthochdruck, Diabetes mellitus, eine Vorgeschichte von Gefässkrankheiten oder thrombotischen Episoden, erworbene oder angeborene Thromboseneigung, länger dauernde Immobilität, schwere Hypovolämie und Krankheiten, welche die Blutviskosität erhöhen) besondere Vorsicht angezeigt.
Bei Patienten mit erhöhtem Risiko für thromboembolische Nebenwirkungen sollten IVIg-Präparate möglichst langsam und in möglichst niedriger Dosis verabreicht werden.
Akutes Nierenversagen
Fälle von akutem Nierenversagen wurden bei Patienten beschrieben, die eine intravenöse Immunglobulin Therapie erhielten. In den meisten Fällen wurden Risikofaktoren identifiziert, z.B. vorbestehende Niereninsuffizienz, Diabetes mellitus, Hypovolämie, Übergewicht, nephrotoxische Begleitmedikation oder Alter über 65.
Im Falle einer Nierenfunktionsbeeinträchtigung sollte ein Absetzen von IVIg-Präparaten erwogen werden.
Obwohl die Berichte über Nierenfunktionsstörungen und akutes Nierenversagen mit der Anwendung vieler zugelassener IVIg-Präparate in Verbindung gebracht wurden, war der Anteil der Präparate, die Saccharose als Stabilisator enthielten, überproportional hoch. Bei Risikopatienten sollte deshalb die Anwendung von saccharosefreien IVIg-Präparaten erwogen werden.
Bei Patienten mit einem Risiko für akutes Nierenversagen oder thromboembolische Reaktionen sollen IVIg-Präparate mit der niedrigst möglichen Infusionsgeschwindigkeit und der niedrigst möglichen Dosis verabreicht werden.
Bei allen Patienten erfordert die Gabe von IVIg:
·eine adäquate Hydratation vor Beginn der IVIg-Infusion,
·Überwachung der Urinausscheidung,
·Überwachung des Serumkreatinin-Spiegels,
·Vermeidung der gleichzeitigen Gabe von Schleifendiuretika.
Bei Patienten mit erhöhtem Risiko für akutes Nierenversagen sollen IVIg-Präparate möglichst langsam und in möglichst niedriger Dosis verabreicht werden.
Syndrom der aseptischen Meningitis (AMS)
Bei der Behandlung mit intravenösem Immunglobulin sind Fälle von AMS aufgetreten.
Der Abbruch der Behandlung führte innerhalb weniger Tage zu einer Remission des AMS ohne Folgeschäden. Das Syndrom tritt in der Regel innerhalb weniger Stunden bis 2 Tage nach Beginn der Behandlung mit IVIg auf. Liquoruntersuchungen sind häufig positiv mit einer Pleozytose bis zu mehreren tausend Zellen pro mm³ (überwiegend Granulozyten) und mit erhöhtem Proteinspiegel bis zu mehreren hundert mg/dl.
AMS kann häufiger bei einer hochdosierten Behandlung mit intravenösen Immunglobulinen (2 g/kg) auftreten.
Hämolytische Anämie
IVIg Produkte können Antikörper gegen Blutgruppenantigene enthalten. Solche Antikörper können als Hämolysine die in vivo Bindung von Immunglobulinen an Erythrozyten bewirken. Dies kann zu einer positiven direkten Antiglobulin Reaktion (Coombs-Test) führen und selten zu einer Hämolyse. Nach einer Behandlung mit IVIg kann es wegen der gesteigerten Sequestrierung von Erythrozyten zu einer hämolytischen Anämie kommen.
Die folgenden Risikofaktoren stehen im Zusammenhang mit der Entstehung einer Hämolyse: hohe Dosen, verabreicht als einmalige Gabe oder in Teildosen über mehrere Tage gegeben (die IVIg-Verabreichung in mehrere Einzeldosen aufzuteilen ist nicht geeignet, um eine mögliche Hämolyse zu verhindern, weil die Halbwertszeit von Immunglobulinen in der Grössenordnung von 3-4 Wochen liegt); Blutgruppe A, B, AB oder gleichzeitig vorliegende entzündliche Grunderkrankung. Da Hämolyse häufig gemeldet wurde bei Patienten der Blutgruppe A, B oder AB, die zugleich hohe IVIg Dosen für nicht PID-Indikationen erhielten, wird in diesen Situationen eine erhöhte Aufmerksamkeit empfohlen. Über Hämolyse wurde nur selten bei PID-Patienten unter Substitutionstherapie berichtet.
Ein deutlich erhöhtes Risiko für eine klinisch relevante Hämolyse besteht für Patienten der Blutgruppe A, B oder AB, die kumuliert ≥(1-) 2 g/kg IVIg mit einem hohen Isoagglutinin Titer erhalten. Bei der Verwendung von IVIg Produkten mit einem medianen anti A-Titer ≤1:16 (gemessen mit dem Direkten Agglutinations-Test gemäss Ph. Eur.) wurden nur selten Fälle von Hämolyse gemeldet. Redimune hat einen medianen anti A-Titer von 1:8 (siehe Kapitel «Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik»).
Empfänger von IVIg sollten bezüglich klinischer Anzeichen und Symptome einer Hämolyse überwacht werden. Wenn sich während oder nach einer IVIg-Infusion Anzeichen und/oder Symptome einer Hämolyse zeigen, sollte der behandelnde Arzt eine Unterbrechung der Behandlung mit IVIg in Erwägung ziehen (siehe auch Kapitel «Unerwünschte Wirkungen»).
Auswirkungen auf serologische Untersuchungen
Nach der Injektion von Immunglobulinen kann der vorübergehende Anstieg der verschiedenen passiv übertragenen Antikörper im Blut des Patienten zu irreführenden positiven Testergebnissen bei serologischen Untersuchungen führen.
Die passive Übertragung von Antikörpern gegen Erythrozyten-Antigene wie z.B. A, B, D kann einige serologische Tests auf Erythrozyten-Alloantikörper verfälschen, z.B. den direkten Antiglobulin-Test (DAT, Coombs-Test).
Zur Sicherheit bezüglich übertragbaren Erregern
Bei einer Verabreichung von Medikamenten, die aus menschlichem Blut bzw. Plasma hergestellt werden, können Infektionskrankheiten durch Übertragung von Erregern, auch bislang unbekannter Natur, nicht vollständig ausgeschlossen werden. Um das Risiko einer Übertragung von infektiösem Material zu reduzieren, werden jedoch folgende Massnahmen getroffen:
·die Spenderauswahl nach strengen Kriterien,
·die Testung einzelner Spenden auf HBsAg und Antikörper gegen HIV und HCV,
·die Testung des Plasmapools auf HCV-Genommaterial, HBsAg und Antikörper gegen HIV,
·die Inaktivierungs-/Eliminierungsverfahren, die in den Herstellungsprozess eingeführt wurden und mit Modellviren validiert wurden. Diese Verfahren werden als bei HIV, HCV, HAV, Parvovirus B19 und HBV wirksam betrachtet (vgl. auch «Eigenschaften/Wirkungen»).
Es sind keine Übertragungen von Hepatitis A- oder Parvovirus B19 durch Immunglobulin-Präparate beobachtet worden, und es wird zudem angenommen, dass der Antikörpergehalt einen wichtigen Beitrag zur Virussicherheit liefert.
Bei jeder Verabreichung von Redimune muss der Name und die Chargennummer des Präparates registriert werden.

Interaktionen

Redimune darf nicht mit anderen Arzneimitteln vermischt werden. Es muss stets über einen getrennten Infusionsschlauch mit integriertem Filter verabreicht werden.
Attenuierte Viruslebendimpfstoffe
Die Gabe von Immunglobulin kann für eine Dauer von mindestens 6 Wochen und bis zu 3 Monaten die Wirksamkeit von abgeschwächten (attenuierten) Lebendimpfstoffen wie Masern-, Röteln-, Mumps- und Windpockenimpfstoffen beeinträchtigen. Nach der Gabe dieses Präparates ist vor der Impfung mit attenuierten Lebendimpfstoffen eine Wartezeit von 3 Monaten einzuhalten. Bei Masern kann diese Beeinträchtigung bis zu einem Jahr fortbestehen. Daher sollte bei Patienten, die Masernimpfstoff erhalten, der Antikörperstatus überprüft werden.

Schwangerschaft/Stillzeit

Es liegen keine kontrollierten klinischen Studien zur Anwendung von Redimune in der Schwangerschaft vor. Die Verabreichung von Redimune an schwangere Frauen oder stillende Mütter sollte deshalb sorgfältig abgewogen werden. Die lange klinische Erfahrung mit Immunglobulinen lässt erkennen, dass keine schädigende Wirkung auf den Verlauf der Schwangerschaft, den Fötus oder das Neugeborene zu erwarten sind.

Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit und auf das Bedienen von Maschinen

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Immunglobuline die Fähigkeit zur aktiven Teilnahme am Strassenverkehr oder zum Bedienen von Maschinen beeinträchtigen.

Unerwünschte Wirkungen

Innerhalb der genannten Systemorganklassen sind die UAWs nach der Häufigkeit gemäss folgender Festlegung aufgeführt: Sehr häufig (≥1/10); Häufig (≥1/100, <1/10); Gelegentlich (≥1/1000, <1/100); Selten (≥1/10'000, <1/1000); Sehr selten (<1/10'000); Einzelfälle (Häufigkeit kann anhand der verfügbaren Daten nicht geschätzt werden).
Mögliche Klasseneffekte von IVIg-Präparaten sind folgende:
Infektionen und parasitäre Erkrankungen
Fälle reversibler aseptischer Meningitis wurden bei der Anwendung von Immunglobulin vom Menschen beobachtet.
Erkrankungen des Blutes und des Lymphsystems
Bei Patienten mit den Blutgruppen A, B und AB wurden hämolytische Reaktionen beobachtet. In seltenen Fällen kann es nach hochdosierter IVIg Therapie zu einer transfusionspflichtigen hämolytischen Anämie kommen (siehe auch Kapitel «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen»).
Sehr selten wurden thromboembolische Reaktionen wie Myokardinfarkt, Schlaganfall, Lungenembolie, tiefe Venenthrombose beschrieben.
Bei älteren Patienten, Patienten mit Anzeichen zerebraler oder Herzischämie und übergewichtigen und schwer hypovolämischen Patienten ist besondere Vorsicht geboten.
Erkrankungen des Immunsystems
Im Zusammenhang mit der intravenösen Verabreichung von Immunglobulin vom Menschen können gelegentlich allergische Reaktionen auftreten.
Selten kann Immunglobulin vom Menschen Überempfindlichkeitsreaktionen mit plötzlichem Blutdruckabfall verursachen und in Einzelfällen einen anaphylaktischen Schock herbeiführen, auch wenn der Patient bei früheren Anwendungen keine Überempfindlichkeit gezeigt hat.
Erkrankungen des Nervensystems
Im Zusammenhang mit der Verabreichung von IVIg-Präparaten können gelegentlich Kopfschmerzen und Benommenheit auftreten.
Gefässerkrankungen
Im Zusammenhang mit der Verabreichung von IVIg-Präparaten kann gelegentlich niedriger Blutdruck auftreten.
Erkrankungen des Gastrointestinaltrakts
Im Zusammenhang mit der Verabreichung von IVIg-Präparaten können gelegentlich Erbrechen und Übelkeit auftreten.
Erkrankungen der Haut und des Unterhautzellgewebes
Seltene Fälle vorübergehender Hautreaktionen wurden bei der Anwendung von Immunglobulin vom Menschen beobachtet.
Erkrankungen der Nieren und Harnwege
Ein Anstieg des Serumkreatinin-Spiegels und/oder akutes Nierenversagen wurden beobachtet.
Allgemeine Erkrankungen und Beschwerden am Verabreichungsort
Im Zusammenhang mit der intravenösen Verabreichung von Immunglobulin vom Menschen können gelegentlich Schüttelfrost, Fieber, Gelenkschmerzen und mittelstarke Rückenschmerzen auftreten.
Informationen über die Virussicherheit, siehe «Warnhinweise und Vorsichtsmassnahmen».

Überdosierung

Eine Überdosis kann zu einer Flüssigkeitsüberbelastung und Hyperviskosität führen, insbesondere bei Risikopatienten, einschliesslich älteren Patienten oder Patienten mit eingeschränkter Nierenfunktion.

Eigenschaften/Wirkungen

ATC-Code: J06BA02
Pharmakotherapeutische Gruppe: Immunsera und Immunglobuline: Immunglobuline, normales Immunglobulin vom Menschen zur intravaskulären Verabreichung.
Wirkungsmechanismus/Pharmakodynamik
Redimune ist ein polyvalentes humanes Immunglobulin zur intravenösen Anwendung mit einem breiten, beständigen Spektrum von opsonisierenden und neutralisierenden Antikörpern gegen Bakterien, Viren, bakterielle Toxine und andere Krankheitserreger.
Normales Immunglobulin wird aus Plasma von mindestens 1000 Spendern hergestellt; die Subklassenverteilung entspricht nahezu der des humanen Plasmas. Das in Redimune enthaltene Immunglobulin wird durch Fraktionierung mit Ethanol in der Kälte gewonnen. Dieses Verfahren reduziert Isoagglutinine (anti-A und anti-B-Antikörper).
Gemäss Ph. Eur. darf der anti-A Isoagglutinin Titer in intravenösen Immunglobulinpräparaten höchstens 1:64 betragen. Der Redimune Isoagglutinin Titer für anti-A liegt bei 1:8 und für anti-B bei 1:4 (Median von 119 Chargen, gemessen mit dem Direkten Agglutinations-Test gemäss Ph. Eur.).
Jede Blutspende wird auf die Abwesenheit von HBs-Antigen, HIV- und HCV-Antikörpern getestet. Das Herstellverfahren enthält verschiedene Schritte, welche ein breites Spektrum von Viren zuverlässig eliminieren oder inaktivieren. Dazu gehören namentlich ein Nanofiltrationsschritt sowie die Behandlung bei pH 4 in Gegenwart von geringen Pepsinmengen. Die pH 4/Pepsinbehandlung spaltet zudem potentiell komplementaktivierende Aggregate; daher eignet sich das Präparat zur intravenösen Anwendung.
Die Antikörperkonzentrationen gegen mehrere verbreitete Krankheitserreger werden in jeder Charge kontrolliert.
Ausreichende Redimune Dosen können bei niedrigen Immunglobulin-G-Spiegeln Normalwerte wiederherstellen. Der Wirkungsmechanismus bei anderen Anwendungsgebieten als der Substitutionstherapie ist noch nicht vollständig erforscht, schliesst jedoch immunmodulatorische Wirkungen ein.
Die dem Redimune zugesetzte Saccharose wird nach intravenöser Verabreichung unverändert über den Urin ausgeschieden; bei Diabetes-Patienten ist daher keine Anpassung der Insulindosen oder der Diätvorschriften erforderlich.

Pharmakokinetik

Normales Immunglobulin vom Menschen ist in der Blutbahn des Empfängers nach intravenöser Verabreichung unmittelbar und vollständig bioverfügbar. Es wird zwischen dem Plasma und der extravaskulären Flüssigkeit relativ rasch verteilt. Nach ca. 3-5 Tagen ist das Gleichgewicht zwischen intra- und extravaskulärem Kompartiment erreicht. Die in Redimune vorkommenden Antikörper besitzen dieselben pharmakokinetischen Eigenschaften wie endogenes IgG. Die biologische Halbwertszeit von Immunglobulin zur intravenösen Anwendung beträgt bei Personen mit normalen IgG-Serumspiegeln 30±13 Tage, während bei mit Redimune behandelten Patienten mit primärer Hypogammaglobulinämie oder Agammaglobulinämie eine Halbwertszeit von 33±17 Tagen festgestellt wurde. Bei Patienten mit Infektionen, Paraproteinämie und hyperkataboler Hypoproteinämie kann die Halbwertszeit von Redimune verkürzt sein. Es gibt allerdings starke individuelle Schwankungen von Patient zu Patient, insbesondere bei primären Immunmangelsyndromen, die eine Überprüfung der individuellen Dosierung erforderlich machen können.
IgG und IgG-Komplexe werden in den Zellen des retikuloendothelialen Systems abgebaut.

Präklinische Daten

Dem Redimune identische Immunglobuline wurden Labortieren (Meerschweinchen und Mäusen) intraperitoneal verabreicht. Die Dosis überstieg um ein Mehrfaches die therapeutische Dosis des Menschen. Keine toxischen Effekte konnten beobachtet werden.
Das Präparat erweist sich in dem von der USP vorgeschriebenen Toxizitätstest an Meerschweinchen und Mäusen als nicht toxisch.
Die toxikologischen Untersuchungen durchgeführt an Tieren geben aus folgenden Gründen nur geringe Auskunft über den Gebrauch am Menschen:
·das Flüssigkeitsvolumen, das bei einer hohen Einzeldosis verabreicht wird, verursacht eine Kreislaufüberlastung des Tieres und
·eine mehrfache Verabreichung ist nicht durchführbar, da das Tier Antikörper gegen das humane Protein bildet.
Die in Redimune enthaltenen Antikörper entsprechen dem endogenen IgG, sind somit natürliche Bestandteile des menschlichen Körpers und können als für den Menschen untoxisch angesehen werden. Die weltweite Anwendung von Redimune und anderen Immunglobulin-Präparaten in grossen Mengen und über eine lange Zeitperiode (>20 Jahre) hat nie eine toxische, mutagene oder kanzerogene Wirkung gezeigt.

Sonstige Hinweise

Beeinflussung diagnostischer Methoden
Nach Infusion von Immunglobulinen kann der vorübergehende Anstieg der verschiedenen passiv übertragenen Antikörper im Patientenblut zu falsch positiven serologischen Testergebnissen führen.
Die passive Übertragung von Antikörpern gegen Erythrozytenantigene, z.B. A, B und D, kann einige serologische Tests auf Erythrozyten-Alloantikörper (z.B. den Coombs-Test), die Retikulozytenzählung und den Haptoglobin-Test verfälschen.
Interaktionen mit abgeschwächten Lebendimpfstoffen vgl. Kapitel «Interaktionen».
Haltbarkeit und besondere Lagerungshinweise
Redimune ist bis zu dem auf Etikett und Faltschachtel unter «EXP» angegebenen Verfalldatum haltbar. Nach Ablauf des aufgedruckten Verfalldatums (EXP) darf das Präparat nicht mehr verwendet werden.
Nicht über 25 °C lagern. Nicht einfrieren.
Ausser Reichweite von Kindern aufbewahren.
Die Flasche in der Originalverpackung aufbewahren, um den Inhalt vor Licht zu schützen.
Nur eine klare, niederschlagsfreie Lösung soll über ein Infusionsbesteck mit integriertem Filter infundiert werden.
Haltbarkeit nach Anbruch der Packung
Angebrochene Flasche nicht weiterverwenden.

Zulassungsnummer

00500 (Swissmedic).

Packungen

Redimune 6 g mit 200 ml 0.9% NaCl als Lösungsmittel (B)
Die Packung enthält jeweils eine Vakuumflasche mit dem gefriergetrockneten Präparat, integriertem Aufhängeband und Peeloff-Streifen mit aufgedruckter Produkte-Lot-Nummer, eine Flasche mit dem Lösungsmittel (0.9% NaCl), einen Beipackzettel und ein Transferset.

Zulassungsinhaberin

CSL Behring AG, Bern.

Stand der Information

April 2016.

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