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Patienteninformation zu Choriomon®:IBSA Institut Biochimique SA
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Choriomon®

Was ist Choriomon und wann wird es angewendet?

Choriomonenthält humanesChoriongonadotropin, abgekürzthCG, ein Hormon, welches aus dem Urin schwangerer Frauen gewonnen wird und zur Gruppe der sogenanntenGonadotropinegehört.Gonadotropinesind Hormone, welche wichtig sind für die männliche und weibliche Fortpflanzung.hCGhat im Körper eine sehr ähnliche Wirkung wie das sogenannteluteinisierendeHormon, abgekürzt LH, das bei Frau und Mann von der Hirnanhangdrüse (Hypophyse) gebildet wird.
Zusammen mit einem weiteren Hormon, dem sogenannten follikelstimulierenden Hormon, abgekürzt FSH, ist LH bei der Frau für das Wachstum und die Entwicklung von Eizellen (Follikeln), beim Mann für die Produktion von Samenzellen (Spermien) und bei beiden Geschlechtern für die Bildung von Geschlechtshormonen erforderlich.
Produziert der Körper nicht ausreichend FSH und LH, kann dies zu Fruchtbarkeitsstörungen (Fertilitätsstörungen) führen. Eine verringerte oder fehlende Fertilität kann allerdings auch andere Ursachen haben.
Bei der FraustimuliertChoriomondie Ausschüttung von Progesteron (ein Geschlechtshormon) aus dem Gelbkörper, und es wirkt auf die Endphase der Reifung der Eizellen (Follikelreifung) in den Eierstöcken, in dem es den Eisprung auslöst.
Wenn die Fruchtbarkeitsstörung auf einer ungenügenden Reifung der Eizellen und/oder auf dem Ausbleiben des Eisprungs während des Monatszyklus beruht, wird diese Reifung in einer unmittelbar vorausgehenden Behandlung mit anderen Geschlechtshormonen, nämlich mit dem sogenanntenMenopausengonadotropin, abgekürzthMG, oder mit dem bereits erwähnten FSH angeregt.
Beim MannkannChoriomon, alleine oder zusammen mit einemhMG- oder FSH-Präparat eingesetzt werden, um die Ausschüttung von Geschlechtshormonen zu unterstützen, die die Ausbildung der sekundären Geschlechtsmerkmale fördern.
Bei Fruchtbarkeitsstörungen, die auf einem Mangel an männlichen Geschlechtshormonen beruhen, fördertChoriomondie Bildung von Sperma, wenn es zusammen mit dem oben erwähnten HormonhMGoder FSH verabreicht wird.
In manchen Fällen kannChoriomonbeiKnabenmit Hodenhochstand die Verlagerung der Hoden in den Hodensack fördern.
Choriomonwird auf ärztliche Verordnung verabreicht, nachdem gründliche Untersuchungen durch einen mit Behandlung mit solchen Präparaten vertrauten Arzt bzw. Ärztin bestätigt haben, dass die Fruchtbarkeitsstörung (bei der Frau oder beim Mann) oder die gestörte Geschlechtsentwicklung (beim Jüngling oder Knaben) auf einem Mangel an Hormonen beruht, wie sie inChoriomonoder anderen, ähnlichen Präparaten enthalten sind.
Der Arzt bzw.die Ärztin wirdChoriomonin folgenden Fällen injizieren (spritzen):
Bei Frauen
Choriomonwird verabreicht zur Auslösung des Eisprungs nach vorausgegangener Stimulation der Follikelreifung durch die oben erwähnten HormonehMGoder FSH oder bei ungenügenderProgesteronbildungdurch den Gelbkörper.
Bei Männern
Choriomonwird verabreicht bei ungenügend entwickelten Hoden, oder wenn die Hoden zu wenig Sperma bilden, dann meist in Kombination mithMGoder FSH.
Bei Knaben
Bei Knaben wirdChoriomonbei Hodenhochstand oder bei verzögertem Eintritt der Pubertät verabreicht.

Was sollte dazu beachtet werden?

Ihr Arzt bzw. Ärztin passt Ihnen die Behandlung ganz genau an. Folgen Sie seinen/ihren Anweisungen und Kontrolluntersuchungen.

Wann darf Choriomon nicht angewendet werden?

Bei Vorliegen gewisser Krankheiten oder Zustände entscheidet der Arzt bzw. die Ärztin, dassChoriomonnicht angewendet werden darf.
Bei Frauen:bei Eierstock-, Gebärmutter- oder Brustkrebs, bei vaginalen Blutungen unbekannter Ursache, bei übermässiger Stimulierung der Eierstöcke durch eine vorausgegangene Behandlung mithMGoder FSH (siehe «Wann ist bei der Anwendung vonChoriomonVorsicht geboten?»), bei Fruchtbarkeitsstörungen, die andere Ursachen als eine durch Hormonmangel verursachte ungenügende oder fehlende Reifung der Eizellen haben und daher auf Präparate wieChoriomonnicht ansprechen, sowie während der Schwangerschaft oder Stillzeit.
Bei Männern:bei gewissen bekannten oder vermuteten bösartigen Wucherungen, wie Prostata- oder Brustdrüsenkrebs, sowie bei Fruchtbarkeitsstörungen, die andere Ursachen als eine ungenügende Funktion der Hoden haben und daher auf Präparate wieChoriomonnicht ansprechen.
Bei beiden Geschlechtern:beim Vorliegen von bösartigenGeschwulstenim Gehirn (Hirntumor),bei unbehandelten Krankheiten der Schilddrüse oder der Nebennieren sowie bei bekannter Überempfindlichkeit auf humaneGonadotropineoder andere inChoriomonenthaltene Inhaltsstoffe.
Ihr Arzt bzw. Ärztin weiss, was in diesen Fällen zu tun ist.
Choriomondarf nicht zum Zweck der Abmagerung bei Übergewicht verwendet werden. Dieses Medikament hat auch keine Wirkung auf den Stoffwechsel der Fette, auf die Verteilung des Fettgewebes oder auf den Appetit.

Wann ist bei der Anwendung von Choriomon Vorsicht geboten?

Bei Frauen
Wenn Zeichen auftreten wie Bauchschmerzen, geschwollener Bauch, gelegentlich mit Übelkeit, Erbrechen und wenn die Blut- oder Ultraschalluntersuchungen auf eine Überstimulierung der Eierstöcke (ovarielles Hyperstimulationssyndrom, OHSS)schliessen lassen, wird der ArztChoriomonzur Auslösung des Eisprungs nicht injizieren. Auch müssen Sie strikt auf Geschlechtsverkehr verzichten.
Im Falle einer zu starken Stimulierung der Eierstöcke können Flüssigkeitsansammlungen im Bauch oder Brustkorb, Blutverdickung und Veränderungen der Blutgerinnung auftreten.
Das Risiko einer Überstimulierung kann durch eine sorgfältige Überwachung der Eizellentwicklung während der Behandlung auf ein Minimum beschränkt werden.
Setzen Sie sich deshalb unverzüglich mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin in Verbindung, wenn ernsthafte Unterleibsschmerzen oder andere oben aufgeführte Krankheitszeichen auftreten, auch wenn diese einige Tage nach der letzten Injektion auftreten. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin wird Sie untersuchen und eventuell behandeln. In Abwesenheit einer Schwangerschaft gehen diese Zeichen mit dem Erscheinen der Regelblutung zurück.
Mehrlingsschwangerschaften:die Möglichkeit einer Mehrlingsschwangerschaft nach einer Behandlung mit Hormonen wiehMGoder FSH bzw.hCGbeträgt ungefähr 20%. Es handelt sich meistens um Zwillingsschwangerschaften.
Das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft bei Anwendung einer medizinisch unterstützen Fortpflanzungstechnik ist abhängig von der Anzahl der eingesetzten Embryonen.
Schwangerschaftstest:ein fehlerhaftes Resultat kann auftreten, wenn Sie in den 14 Tagen vor dem TestChoriomonerhalten haben. Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin weiss, was in solchen Fällen zu tun ist.
Bei Knaben und Männern
Vorzeitige Pubertät:Choriomonkann bei einem Knaben mit Hodenhochstand eine vorzeitige Pubertät hervorrufen. Der Arzt bzw. die Ärztin wird in diesem Fall die Dosis reduzieren oder die Behandlung abbrechen.
Ödem:männliche Geschlechtshormone können eine Wasseransammlung (Wasserretention, Ödem) in den Geweben hervorrufen.Choriomonwird deshalb bei Patienten, die an Herz- oder Nierenkrankheiten leiden mit Vorsicht angewendet. Eine besondere Vorsicht ist auch geboten bei Personen, die an Epilepsie, Migräne oder Asthma leiden.
Informieren Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin, wenn Sie an anderen Krankheiten leiden, Allergien haben oder andere Medikamente (auch selbstgekaufte!) einnehmen.
Wirkung auf die Fahrtüchtigkeit
Soweit bekannt ist, hatChoriomonkeine Auswirkungen auf die Aufmerksamkeit und Konzentrationsfähigkeit, die das Bedienen von Fahrzeugen und Maschinen einschränken würde.

Darf Choriomon während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Choriomondarf bei vermuteter oder gesicherter Schwangerschaft oder während der Stillzeit nicht angewendet werden.

Wie verwenden Sie Choriomon?

Allgemeines
Choriomonist nur nach Injektion wirksam. Es wird entweder in einen Muskel, d.h.intramuskulär(i.m.) oder unter die Haut, d.h.subkutan(s.c.) gespritzt.
Der Arzt bzw. die Ärztin entscheidet über die Art der Verabreichung sowie über die Dosierung und Behandlungsdauer.
Frauen erhalten im Allgemeinen 1 bis höchstens 3 Injektionen.
Männliche Patienten erhalten – abhängig von der zu behandelnden Störung – mehrmals pro Woche eine Injektion über einen Zeitraum von einigen Wochen oder Monaten.
Dosierungsrichtlinien
Die anzuwendende Dosierung wird für Sie individuell durch Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin bestimmt. Er/Sie kontrolliert den Wirkungsverlauf und passt die Dosierung wenn nötig an. Die nachfolgenden Angaben gelten deshalb nur als Richtwerte.
Bei Frauen
Fehlender Eisprung:üblicherweise werden in der Mitte des Zyklus oder 24–48 Stunden nach der Vorbehandlungmit anderen Medikamenten zur Follikelreifung 5000–10’000 I.E.Choriomoni.m. oders.c. in einer einzigen Dosis verabreicht. Der Eisprung tritt im Allgemeinen 32–48 Std. später ein. Bei Frauen, bei denen der Arzt bzw. die Ärztin nach gründlichen Abklärungen für eine medizinisch unterstützte Befruchtung entschieden hat, werden die Eizellen 34–36 Stunden nach der Verabreichung vonChoriomonentnommen.
Ungenügende Gelbkörperfunktion:es gibt verschiedene Behandlungsmöglichkeiten.
In der Regel werden in den Tagen nach dem Eisprung oder Embryotransfer bis zu 3 Injektionen zu je 5000 I.E.Choriomoni.m. oders.c. verabreicht (z.B. am 21., 23. und 25. Tag des Zyklus nach erfolgtem Eisprung).
Bei allen Anwendungen wird der Arzt bzw. dieÄrztin mittels Blutproben und Ultraschalluntersuchungen die Follikelreifung sorgfältig überwachen. Es ist deshalb wichtig, dass Sie seine/ihre Anweisungen und Empfehlungen genau befolgen.
Ferner wird Ihnen und Ihrem Partner bei allen Anwendungen (ausser bei den medizinisch unterstützten Methoden) empfohlen, täglich, vom Tag an, an demChoriomoninjiziert wurde und bis zum voraussichtlichen Eisprung Geschlechtsverkehr zu haben.
Wenn keine Schwangerschaft eintritt, obwohl ein Eisprung stattgefunden hat, kannder Arzt bzw. die Ärztin entscheiden, die Behandlung analog zu wiederholen.
Bei Knaben und Männern
Hodenhochstand:der Arzt bzw. die Ärztin entscheidet über den Zeitpunkt des Behandlungsbeginns. Der Arzt bzw. die Ärztin wählt die Dosierung aufgrund des Alters desKnabens. Die Behandlungsdauer beträgt 5 Wochen.Choriomonwird entwederi.m. oders.c. injiziert.
In der Regel werden die folgenden Dosierungen angewendet
6–12 Monate:250 I.E. 2-mal wöchentlich.
1–6 Jahre:500 I.E. 2-mal wöchentlich.
Über 6 Jahre:1000 I.E. 2-mal wöchentlich.
Bei Misserfolg kann die Behandlung nach 2–3 Monaten wiederholt werden.
Verzögerte Pubertät:in der Regel werden 2× wöchentlich 1000 I.E.i.m. oders.cwährend 8–12 Wochen verabreicht. Bei Bedarf kann die Behandlung nach 3 Monaten wiederholt werden.
Unterfunktion der Geschlechtsdrüsen (ungenügend entwickelte Hoden):allgemein werden während 4–6 Wochen 500–1000 I.E.Choriomonalle 2 Tagei.m. oders.c. injiziert, bis die gewünschte Wirkung eintritt. Die Spermaproduktion wird monatlich vom Arzt bzw. Ärztin mittels eines sogenannten Spermiogramms (Anzahl und Beurteilung der Spermien des Samenergusses) beurteilt. Falls sich die Spermamenge bei einem Samenerguss nicht erhöht, kann der Arzt bzw. Ärztin entscheiden, die Behandlung um 3Monate zu verlängern, in dem er/sie zusätzlich zuChoriomonein anderes, ähnliches Hormon (hMG) dreimal wöchentlich in einer geeigneten Dosierung verabreicht.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Herstellung der Injektionslösung
Die Lösung muss unmittelbar vor der Injektion zubereitet werden. Für die Auflösung des Pulvers darf nur dasin der Fertigspritze mitgelieferte Lösungsmittel verwendet werden.
Korrekte Art der Anwendung
Intramuskuläre Verabreichung:diese Injektionsart wird ausschliesslich von einem Arzt bzw. einer Ärztin oder einer anderenMedizinalpersondurchgeführt. Die Injektion erfolgt langsam in den Muskel (z.B. ins Gesäss, in den Oberschenkel oder Oberarm).
Subkutane Verabreichung:bei männlichen Patienten, bei denen im Gegensatz zur Frau eine Behandlung mitChoriomonmehrere Wochen bis Monate dauert, ist die subkutane Verabreichung die Methode der Wahl, weil sie auch durch den Patienten selbst oder durch den Partner, oder bei Kleinkindern durch die Eltern vorgenommen werden kann. Die Körperstellen, die für die subkutane Injektion in Frage kommen, sind in der nachstehendenAnleitung zur subkutanen Verabreichung beschrieben.
Anleitung zur subkutanen Selbstverabreichung
Im Falle einer Selbstverabreichung einer subkutanen Injektionen ist es unerlässlich, dass Sie sich von Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin sorgfältig beraten und gründlich in die praktische Durchführung einführen lassen, um die bestmögliche Wirksamkeit vonChoriomonsicherzustellen und eine Infektion zu vermeiden.
Waschen Sie sich die Hände: es ist wichtig, dass Ihre Hände und die verwendeten Gegenstände sauber sind.
Legen Sie sich alles bereit, was Sie benötigen und breiten Sie alle Gegenstände auf einem sauberen Platz aus:
– 1 Durchstechflasche mitChoriomon(Pulver);
– 1 mit Lösungsmittel (physiologische Lösung) vorgefüllte Spritze;
– 2 Desinfektionstupfer (Alkohol);
– 1 lange Nadel zur Herstellung der Injektionslösung;
– 1 für die subkutane Injektion geeignete feinere Nadel;
– 1 Behälter zur sicheren Entsorgung von Glas und Nadeln.
Zubereitung der Injektionslösung mit der mit Lösungsmittel vorgefüllten Spritze
1. Entfernen Sie die Verschlusskappe der vorgefüllten Spritze und setzen Sie die Zubereitungsnadel (längere Nadel) auf. Legen Sie die Spritze vorsichtig ohne die Nadel zu berühren auf die zuvor bereitete und gereinigte Arbeitsfläche.
2. Entfernen Sie den Aluminiumdeckel der Durchstechflasche mit dem Pulver und desinfizieren Sie den darunterliegenden Gummistopfen mit einem Desinfektionstupfer.
3. Nehmen Sie die vorgefüllte Spritze und injizieren Sie das Lösungsmittel langsam durch den Gummistopfen in die Durchstechflasche mit dem Trockenpulver.
4. Schwenken Sie die Durchstechflasche mehrmals vorsichtig(nicht schütteln), bis das Trockenpulver vollständig aufgelöst ist, unter Beachtung, dass sich dabei kein Schaum bildet. Sobald das Trockenpulver vollständig aufgelöst ist (meistens sofort), vergewissern Sie sich, dass die entstandene Lösung klar und farblos ist und keine Partikel enthält. Falls sie Partikel enthält, darf die Injektionslösung nicht verabreicht werden und ist zu verwerfen. Ist die Injektionslösung klar, dann ziehen Sie die zubereitete Lösung langsam in die Spritze zurück.
Wenn Ihr Arzt bzw. Ihre Ärztin Ihnen mehrereDurchstechflaschenvonChoriomonzur gleichzeitigen Injektion verschrieben hat, sollten Sie die Injektionslösung so vorbereiten, dass Sie den gelösten Inhalt der ersten Durchstechflasche in eine zweite Durchstechflasche spritzen. Dieses Vorgehen dürfen Sie mit einer dritten Durchstechflasche wiederholen.
Der Inhalt einer Durchstechflasche ist zum einmaligen Gebrauch bestimmt.
Subkutane Injektion
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin hat Ihnen mitgeteilt, wo Sie sich spritzen dürfen (Bauch oder Vorderseite der Oberschenkel).
1. Werfen Sie die lange Nadel weg, die Sie zur Vorbereitung der Injektionslösung verwendet haben und ersetzen Sie diese durch die feinere, kürzere Injektionsnadel. Ziehen Sie die Kappe von der Spritzennadel ab. Achten Sie dabei darauf, dass Sie die Nadel nicht berühren bzw., dass die Nadel nicht mit anderen Oberflächen in Berührung kommt.
Sicherheitskontrolle:jede Luftblase muss entfernt werden; hierzu mit gegen oben gerichteter Nadel und leichtem Antippen der Spritze (sodass die Luftblasen aufsteigen) den Spritzenkolben sehr leicht hinaufdrücken, bis an der Nadelspitze ein Tropfen austritt.
2. DesinfizierenSie die Haut im Umkreis von 4–5 cm der Einstichstelle, an der die Injektion vorgenommen werden soll, mit Hilfe eines Alkoholtupfers.
3. Drücken Sie die Haut stark zusammen, in dem Sie sie leicht anheben und führen Sie die Nadel langsam in einem 45° Winkelunter die Haut ein.
4. Ziehen Sie ein wenig den Spritzenkolben langsam zurück. Falls Blut in die Spritze aufgesaugt wird, bedeutet dies, dass die Nadel ein kleines Blutgefäss angestochen hat. In diesem Fall sollten Sie die Nadel herausziehen, die Einstichstelle mit einem Desinfektionstupfer desinfizieren, die Nadel, Spritze und Durchstechflasche wegwerfen und die oben beschriebene Handlung mit einer neuen DurchstechflascheChoriomonund einer neuen Fertigspritze sowie neuen Nadeln wiederholen.
5. Wenn keinBlut aufgesaugt wurde, injizieren Sie langsam den Inhalt der Spritze.
6. Ziehen Sie dann die Nadel aus der Haut heraus. Achten Sie darauf, dass Sie dabei den gleichen Winkel wie beim Einstechen halten.
7. Restmengen der Injektionslösung sind zu verwerfenund dürfen nicht erneut verwendet werden.
Ein ständiger Wechsel des Injektionsbereichs wird nicht empfohlen. Im selben Bereich (Bauch, Oberschenkel) sollte hingegen die Injektionsstelle gewechselt werden, damitdie selbeEinstichstelle nicht mehr als einmal im Monat verwendet wird.
Entsorgung aller gebrauchten Teile
Werfen Sie alle Nadeln, Durchstechflaschen und Spritzen unmittelbar nachdem die Injektion beendet ist, in einen dafür vorgesehenen Behälter. Nicht verwendete Lösungsreste müssen entsorgt werden.
Falls Sie eine grössere Menge vonChoriomonangewendet haben als Sie sollten
Die Wirkung einer Überdosis vonChoriomonist unbekannt. Bei Frauen kann in gewissen Fällen ein ovarielles Hyperstimulationssyndrom auftreten (siehe «Wann ist bei der Anwendung vonChoriomonVorsicht geboten?»). Bei Männern kann es zu einer Vergrösserung der Brustdrüse kommen.
Informieren Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, wenn Sie eine grössere Menge vonChoriomonangewendet haben als Sie sollten.

Welche Nebenwirkungen kann Choriomon haben?

Bei der Frau und beim Mannkönnen neben den unter «Wann ist bei der Anwendung vonChoriomonVorsicht geboten?» aufgeführten unerwünschten Wirkungen bei der Anwendung vonChoriomonan der Injektionsstelle lokale Reaktionen, wie Blutergüsse, Schmerzen, Rötungen, Schwellungen und Juckreiz, auftreten.
Selten treten allergische Reaktionen auf, mit Hautrötung, Hautausschlag und Gesichtsschwellung. Wenn Sie solche Nebenwirkungen beobachten, kontaktieren Sie sofort Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin.
In seltenen Fällen können Verschlüsse von Blutgefässen durch Blutgerinnsel (Thromboembolie) auftreten. Selten treten Kopfweh, Reizbarkeit, Müdigkeit, oder depressive Zustände auf.
Bei der Fraukann es in seltenen Fällen bei der Behandlung mitChoriomonoder einem anderenGonadotropinpräparatzu einer unerwünschten Überstimulierung der Eierstöcke kommen, die allerdings bei sorgfältiger Überwachung durch den Arzt bzw. Ärztin nur selten auftritt (siehe «Wann ist bei der Anwendung vonChoriomonVorsicht geboten?»)
Beim Mannkann es gelegentlich zu einer Flüssigkeitseinlagerung im Gewebe (siehe «Wann ist bei der Anwendung vonChoriomonVorsicht geboten?») und zu einer Vergrösserung der Brust kommen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt, Apotheker bzw. Ihre Ärztin, Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Bewahren SieChoriomonin der Originalverpackung bei Raumtemperatur (15–25 °C), vorLicht geschützt und ausser Reichweite von Kindern auf.
Das Medikament darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Choriomondarf nicht mit anderen Medikamenten in derselben Spritze gemischt werden.
Weitere Auskünfteerteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin, die über die ausführliche Fachinformation verfügen.

Was ist in Choriomon enthalten?

Choriomonenthält pro Durchstechflasche 1000 I.E., 2000 I.E., oder 5000 I.E. (Internationale Einheiten) steriles und getrocknetes humanesChoriongonadotropin(hCG) als Wirkstoff, sowie den Hilfsstoff Laktose Monohydrat.
Der Wirkstoff vonChoriomonwird aus menschlichem Urin gewonnen. Das Herkunftsland des Urins ist China.
Jede mit Lösungsmittel vorgefüllte Spritze enthält 1 mlNatriumchloridlösung0,9%.

Wo erhalten Sie Choriomon? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung.
Choriomon1000 I.E.
Packung zu 3 Durchstechflaschen mit Pulver und 3 mit Lösungsmittel vorgefüllten Spritzen.
Choriomon2000 I.E.
Packung zu 3 Durchstechflaschen mit Pulver und 3 mit Lösungsmittel vorgefüllten Spritzen.
Choriomon5000 I.E.
Packung zu 1 bzw. 3 Durchstechflaschen mit Pulver und 1 bzw. 3 mit Lösungsmittel vorgefüllten Spritzen.

Zulassungsnummer

33524 (Swissmedic).

Zulassungsinhaberin

IBSA InstitutBiochimiqueSA, 6903 Lugano.
 

Diese Packungsbeilage wurde im Februar 2012 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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