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Patienteninformation zu Liquemin 5000 I.E. subcutan:Drossapharm AG
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Eigensch.AbänderungKontraind.SchwangerschaftDos./Anw.Unerw.WirkungenGewöhnliche H.Packungen
Swissmedic-Nr.ZulassungsinhaberStand d. Info. 

Liquemin 5000 I.E. subcutan

Was ist Liquemin 5000 I.E. subcutan und wann wird es angewendet?

Liquemin 5000 I.E. subcutan ist ein Arzneimittel, welches die Blutgerinnung hemmt. Der Wirkstoff von Liquemin 5000 I.E. subcutan ist Heparin. Zusammen mit einem im menschlichen Blut zirkulierenden natürlichen Hemmstoff setzt Heparin die Aktivität verschiedener Gerinnungsfaktoren herab und hemmt so die Blutgerinnung.
Liquemin 5000 I.E. subcutan wird bei unterschiedlichen Krankheiten (z.B. Herzinfarkt) und Situationen (z.B. Operationen) eingesetzt, in denen eine Thrombose- und Emboliegefahr besteht. Thrombosen sind Blutgerinnsel, welche die Venen verstopfen können und die normale Blutzirkulation behindern. Liquemin 5000 I.E. subcutan kann einerseits das Auftreten von Thrombosen und Lungenembolien verhindern, andererseits können bereits entstandene Thrombosen behandelt werden.
Bei der Durchführung einer Hämodialyse (Blutreinigung bei Nierenkranken) wird Liquemin 5000 I.E. subcutan zur Verhütung von Blutgerinnseln im Dialysesystem angewendet.
Liquemin 5000 I.E. subcutan wird weiter zur Verhütung und Behandlung erhöhter Blutfettwerte angewendet.
Liquemin 5000 I.E. subcutan darf nur auf Verschreibung des Arztes oder der Ärztin angewendet werden.

Was sollte dazu beachtet werden?

Liquemin 5000 I.E. subcutan ist ein sehr wirksames Arzneimittel, und es ist unerlässlich, dass Sie sich während der Behandlung genau an die Anweisungen des Arztes oder der Ärztin halten.

Wann darf Liquemin 5000 I.E. subcutan nicht angewendet werden?

Sie dürfen Liquemin 5000 I.E. subcutan nicht anwenden bei einer bekannten Überempfindlichkeit auf Heparin, den Wirkstoff von Liquemin 5000 I.E. subcutan, oder auf einen der Hilfsstoffe.
Dies gilt insbesondere für eine bestehende oder früher durchgemachte allergische Thrombozytopenie (Verminderung der Blutplättchenzahl), die durch Heparin hervorgerufen wurde.
Weiter dürfen Sie Liquemin 5000 I.E. subcutan nicht anwenden bei Erkrankungen, die mit einer erhöhten Blutungsbereitschaft einhergehen (z.B. erhöhte Blutungsneigung, Mangel an Gerinnungsfaktoren, schwere Leber-, Nieren- oder Bauchspeicheldrüsenerkrankungen, sehr tiefe Blutplättchenzahl), bei Erkrankungen, bei denen der Verdacht eines Defekts des Blutgefässsystems besteht (z.B. Geschwüre im Magen- und/oder Darmtrakt, Bluthochdruck, Hirnblutung, Verletzungen oder chirurgische Eingriffe am zentralen Nervensystem (Hirn/Rückenmark)) sowie bei Augenoperationen, nichtentzündlichen Netzhauterkrankungen, Glaskörperblutungen, Hirnarterienmissbildungen, gewissen entzündlichen Herzkrankheiten, drohender Fehlgeburt, rückenmarksnaher Anästhesie und Eingriffen im Bereich des Rückenmarks.

Darf Liquemin 5000 I.E. subcutan während einer Schwangerschaft oder in der Stillzeit angewendet werden?

Bei der Anwendung von Liquemin während der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten.
Muss jedoch eine Gerinnungshemmung während der Schwangerschaft durchgeführt werden, kann Liquemin 5000 I.E. subcutan verwendet werden. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird darüber entscheiden, in welcher Dosierung und wie lange Sie Liquemin 5000 I.E. subcutan anwenden dürfen.
Liquemin 5000 I.E. subcutan tritt nicht in die Muttermilch über. Es besteht deshalb kein Anhaltspunkt für ein erhöhtes Risiko während der Stillzeit.

Wie verwenden Sie Liquemin 5000 I.E. subcutan?

Abhängig davon, warum der Arzt oder die Ärztin Ihnen Liquemin 5000 I.E. subcutan verschrieben hat, ist die Dosierung unterschiedlich.
Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird anhand verschiedener Untersuchungen Ihre persönliche Dosierung und die Anwendungsdauer bestimmen.
Ändern Sie nicht von sich aus die verschriebene Dosierung. Wenn Sie glauben, das Arzneimittel wirke zu schwach oder zu stark, so sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Apotheker bzw. mit Ihrer Ärztin oder Apothekerin.
Liquemin 5000 I.E. subcutan wird unter die Haut (subcutan) gespritzt, vorzugsweise in die Bauchdecke. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie bezüglich Vorbereiten der Spritzen und Injektionstechnik genau informieren. Halten Sie sich genau an ihre Anweisungen!
Spritztechnik:
Schutzkappe der Fertigspritze sorgfältig entfernen, damit eine Beschädigung der feinen Injektionsnadel vermieden wird. Nach Entfernen der Schutzkappe werden eventuell vorhandene Luftblasen durch Antippen der senkrecht gehaltenen Spritze eliminiert.
Technik des Spritzens unter die Haut seitlich am Bauch:

Wählen Sie eine Injektionsstelle und desinfizieren diese. Berühren Sie danach diesen Bereich nicht mehr, bevor Sie sich die Injektion verabreichen.
Formen Sie nach der Hautdesinfektion eine Hautfalte, ohne fest zu drücken. Stechen Sie die Nadel senkrecht etwa einen halben Zentimeter tief ein. Spritzen Sie langsam. Halten Sie dabei die Hautfalte. Ziehen Sie die Nadel langsam und senkrecht heraus. Tupfen Sie die Einstichstelle nur leicht ab, um Blutergüsse zu vermeiden. Bei starken Schmerzen während des Einstechens haben Sie einen Hautnerv oder ein Blutgefäss getroffen. Ziehen Sie in diesem Fall die Nadel heraus und spritzen Sie neu an einer anderen Stelle.
Technik des Spritzens unter die Haut an der Vorderseite des Oberschenkels oder des Oberarmes:

Wählen Sie eine Injektionsstelle und desinfizieren diese. Berühren Sie danach diesen Bereich nicht mehr, bevor Sie sich die Injektion verabreichen.
Stechen Sie nach der Hautdesinfektion die Nadel in einem flachen Winkel etwa einen halben Zentimeter tief ein. Spritzen Sie langsam. Ziehen Sie die Nadel im gleichen Winkel heraus und tupfen Sie die Einstichstelle nur leicht ab. So vermeiden Sie einen Bluterguss. Bei starken Schmerzen während des Einstechens haben Sie einen Hautnerv oder ein Blutgefäss getroffen. Ziehen Sie in diesem Fall die Nadel heraus und spritzen Sie neu an einer anderen Stelle.
Wenn Sie versehentlich eine grössere Menge von Liquemin 5000 I.E. subcutan angewendet haben, müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren, da im Falle einer Überdosierung ein erhöhtes Blutungsrisiko besteht.

Welche Nebenwirkungen kann Liquemin 5000 I.E. subcutan haben?

Folgende Nebenwirkungen können bei der Anwendung von Liquemin 5000 I.E. subcutan auftreten:
Häufig: Blutungen am Ort der Verabreichung, in die Haut und das Unterhautgewebe (an Druckstellen) sowie die Schleimhaut; Blutungen im Magen-Darmtrakt und in den Harnwegen (Blut im Urin), Osteoporose (Verminderung des Knochengewebes) bei Langzeitanwendung, Verminderung der Blutplättchenzahl.
Gelegentlich: lokale Reaktionen (Verhärtung, Rötungen), Anstieg von Leberenzymen.
Selten: Hautnekrosen, Allergische Reaktionen (Nesselfieber, Hautausschlag, Übelkeit/Erbrechen, Juckreiz, Atemnot, Blutdruckabfall).
Sehr selten: Störungen in der Blutchemie (Hyperkaliämie, Azidose), Haarausfall (reversibel), starke allergische Reaktion (anaphylaktischer Schock), Hauterkrankung (Stevens-Johnson-Syndrom), Dauererektion des Penis.
Bei Auftreten von Blutungen müssen Sie unverzüglich Ihren Arzt oder Ihre Ärztin aufsuchen.
Wenn Sie Nebenwirkungen bemerken, die hier nicht beschrieben sind, sollten Sie Ihren Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin informieren.

Was ist ferner zu beachten?

Arzneimittel sind ausserhalb der Reichweite von Kindern aufzubewahren!
Das Arzneimittel darf nur bis zu dem auf dem Behälter mit «EXP» bezeichneten Datum verwendet werden.
Bei Raumtemperatur (15°C – 25°C) lagern.
Sie dürfen Liquemin 5000 I.E. subcutan nicht verwenden, wenn Sie eine Beschädigung der Fertigspritze bemerken. Geöffnete und nicht verwendbare Fertigspritzen sind zu entsorgen.
Weitere Auskünfte erteilt Ihnen Ihr Arzt oder Apotheker bzw. Ihre Ärztin oder Apothekerin. Diese Personen verfügen über die ausführliche Fachinformation.

Wo erhalten Sie Liquemin 5000 I.E. subcutan? Welche Packungen sind erhältlich?

In Apotheken nur gegen ärztliche Verschreibung
Liquemin 5000 I.E. subcutan: 5’000 Einheiten, 10 Fertigspritzen zu 0.5 ml.

Zulassungsnummer

38‘847 (Swissmedic)

Zulassungsinhaberin

Drossapharm AG, 4002 Basel

Diese Packungsbeilage wurde im Januar 2016 letztmals durch die Arzneimittelbehörde (Swissmedic) geprüft.

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